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Project Description:
Beginning
in 1959, a group of field workers interviewed emigrant informants in the
USA and Israel, many of them survivors of the Holocaust, and all of them
native to one of 603 selected cities and towns in Central and Eastern Europe.
Some 6000 hours of tape recordings testify to the variety of language,
folklore, life style, and cultural practices that characterized the Jewish
communities prior to World War II. The resulting archive provides the basis
for Yiddish and interlingual study and is a resource for anthropological,
cultural and historical research. The inherent biographical information
is a significant record of Holocaust history.
Under the acronym EYDES
a group of researchers has begun to digitize the archive and build an indexed
database. EYDES preserves this archive and makes it accessible electronically
for query and analysis. EYDES involves a range of challenging research
issues particular to spoken language data. In addition, a four tiered representation
will be required: a Yiddish transcription, and translations into English,
French and Russian. EYDES handles multilingual representations, access
methods, methods of transliteration, multi-alphabetic management, and meets
cataloguing/indexing challenges. It is realized by the collaboration of
various cultural and academic institutions, drawing on the expertise of
their specialists.
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Projektbeschreibung:
1959
begann ein New Yorker Forschungsteam, Emigranten und Überlebende des
Holocaust aus insgesamt 603 Orten des früheren jiddischen Sprachgebiets
in Zentraleuropa zu befragen, hauptsächlich in den USA und Israel.
Das entstandene Archiv von ca. 6000 Stunden Tonbandaufnahmen gibt lebendiges
Zeugnis von der Vielfältigkeit jiddischer Sprache und jüdischer
Lebenspraxis in Zentraleuropa vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Interviewsammlungen
bieten eine erstrangige Materialbasis für soziologische und interlinguale,
kulturelle und historische Forschungen. Die biographische Information der
Interviews bildet eine bedeutsame Quelle zur Erforschung des Holocaust.
Unter dem Akronym EYDES
begann 1991 eine Gruppe von Fachleuten, dieses Archiv in eine elektronische
Datenbank einzubringen, um die Tonbänder vor dem Verfall zu bewahren
und sie für Recherchen und Auswertungen weltweit zugänglich zu
machen. EYDES verfolgt kulturelle und kulturpolitische Ziele und leistet
einen innovativen Beitrag zur mehrdimensionalen Präsentation von Spracharchiven
als historische und kulturelle Artefakte. Neben dem direkten Zugang zum
Originalton der Interviews wird eine jiddische Verschriftung geboten und
der Zugriff zur Archivinformation über einen transliterierten Index
mit Übersetzung ins Englische, Deutsche, Französische und Russische
ermöglicht. EYDES erarbeitet neue Methoden zur simultanen Handhabung
unterschiedlicher Alphabete und Schreibrichtungen; es liefert neue Lösungen
bei der synoptischen Aufbereitung mehrsprachiger Texte und der Zugriffsmöglichkeit
auf große Datenmengen gesprochener Sprache. Beim Aufbau des elektronischen
EYDES-Archivs entsteht ein internationales Netzwerk an Experten aus breit
gefächerten Fachgebieten, das über dieses Projekt hinaus Wirkung
zeigen wird. |